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05.Feb 2012
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European Poker Tour führt neues “Player of the Year” Bewertungssystem ein

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EPT

Die PokerStars.com European Poker Tour startete in dieser Woche mit der 7. Season in Tallinn / Estonia. Aus diesem Grund hat PokerStars ein neues Punktesystem eingeführt, das bei der EPT zukünftig dazu verwendet wird um den “Player of the Year” und sieben andere (jährlich zu vergebende) Awards zu bestimmen. Die EPT Awards wurden in der Mitte von Season 6 eingeführt, sodass die Spieler in diesem Jahr erstmals die Chance haben mit dem Start der 7. Season um Ruhm und Ehre und um die begehrten Awards zu kämpfen. Die Gewinner der EPT Awards erhalten Gewinnpakete für die Eröffnungsevents der folgenden Season, eine glänzende Trophäe und einen Eintrag im EPT Geschichtsbuch.

PokerStars führte die neue Punkteskala ein, weil einige Spieler eine entsprechende Änderung angeregt hatten. “Wir hören uns das Feedback unserer Spieler an“, sagte Neil Johnson, EPT Event-Moderator und zuständig für die Spielerbetreuung. “Da dieses System noch neu ist, werde wir es eventuell noch etwas anpassen müssen, damit jeder die gleichen Chancen hat.“ Johnson merkte an, dass man sich die Punktesysteme anderer Touren sehr genau angesehen habe und diese Erkenntnisse bei den neuen EPT Awards berücksichtigt hätte. “Mit allen Systemen, welche wir uns angesehen haben, waren wir nicht wirklich zufrieden“, sagte Johnson. “Wir haben uns von jedem System das Beste für die EPT abgeschaut.“ Das Punktesystem wurde geschaffen, damit jeder Spieler die gleiche Chance hat den Award zu gewinnen und damit sichergestellt ist, dass der PoY Titel nicht durch einen Spieler blockiert wird, der nur ein einzelnes der großen Events gewonnen hat.

Die Spieler kritisierten unter anderem, dass das alte Punktesystem nicht in der Lage war die gewonnen Preisgelder im Bezug auf die Teilnehmeranzahlen (sowohl im Main, als auch in den Side Events) zu bewerten. In der letzten Season sicherte sich Kevin MacPhee den Titel dadurch, dass er das Main Event in Berlin gewann (945 Teilnehmer). MacPhee platzierte sich damit knapp vor Maxim Lykov, der das Main Event in Kiew gewonnen hatte. An dem Event in Kiew nahmen nur 296 Spieler teil, er erhielt aber die gleiche Anzahl Punkte wie MacPhee, obwohl dieser sich eigentlich gegen die dreifache Anzahl Gegner hatte durchsetzen müssen. MacPhee beschrieb das alte Punktsystem als “überaus fehlerhaft”, da die Wertung kleinere Events und kleine Buy-Ins bevorteilte.

Das neue System berücksichtigt die Buy-Ins ebenfalls nicht, solange das Event die Mindestvoraussetzung von $/€/£1.000 erfüllt, die Teilnehmeranzahl wird jetzt allerdings berücksichtigt. Von den Punkten für einen Sieg im Main Event erhält der Gewinner 100%, wenn die Teilnehmeranzahl zwischen 500 und 1000 lag. Er erhält 80%, wenn er ein Main Event mit weniger als 500 Teilnehmern gewinnt und erhält 120%, wenn mehr als 1000 Spieler teilnehmen. Side Events werden ähnlich bewertet: 80% bei weniger als 40 Teilnehmern, 100% bei über 40 bis 250 Teilnehmern und 120% bei mehr als 250 Teilnehmern. Die Gesamtanzahl der vergebenen Punkte wird 10 Mal höher sein als die Punktanzahl nach dem alten Punktsystem in Season 6.

Events mit weniger als 16 Spielern werden bei der Bewertung für den PoY nicht berücksichtigt. Dadurch werden Situationen wie mit dem letztjährigen High Roller Event in Kiew vermieden. Shaun Deeb gewann das Turnier und erhielt dafür die gleichen Punkte wie jeder andere Gewinner eines Side-Events - obwohl er nur zwei Gegner besiegen musste! Für seinen “eindrucksvollen” Sieg wurde Deeb spaßeshalber in Season 6 für den “Achievement of the Year” Award nominiert. Letztendlich ging dieser Preis aber an Allan Baekke, der das EPT Snowfest gewonnen hatte und beim Main Event in San Remo den 12. Platz belegte.

In diesem Jahr hat PokerStars erstmalig einen Heads-Up Player-of-the-Year Award eingeführt und belohnt damit den Spieler, welcher die meisten Punkte in den Heads-Up Events gewonnen hat. Die Kriterien für den Online Qualifier of the Year wurden geändert, damit Grinder davon abgehalten werden mehrfach Punkte zu sammeln, indem sie sich mehrere Sitze im gleichen Event erspielen. “Der Online Award wurde geschaffen, um die Spieler zu belohnen, welche unser Satelliten System genutzt haben, um sich zu qualifizieren und dann Live ihre Leistung unter Beweis gestellt haben”, sagte Johnson.

Johnson erklärte, dass die EPT kein Punkte basierend auf dem Buy-In oder dem Preisgeld vergeben möchte, da die Gewinner der beiden teuersten Main Events - das $10.000 PokerStars Caribbean Adventure und das €10.000 Monte Carlo Grand Final – einen großen Vorteil hätten und es dadurch für andere Spieler schwierig werden würde, diese Spieler auf der Rangliste noch einzuholen.

Einige Spieler sind jedoch mit der Entscheidung, das Buy-In nicht zu berücksichtigen, nicht wirklich glücklich. MacPhee hat sich das neue Bewertungssystem noch nicht genau angesehen ist aber grundsätzlich damit unzufrieden, da das Buy-In keine Berücksichtigung findet. Das Punktsystem “sollte einem Spieler auf keinen Fall vorschreiben, welche Turniere man spielen muss”, sagte MacPhee. “Genau dies wird aber passieren. Es macht mehr Sinn Turniere mit kleinem Buy-In zu spielen anstatt High Roller Events mit vielen schwierigen Gegnern.“ Als er versuchte Lykov auf der Rangliste zu überrunden, hatte er sich entscheiden nicht an dem Highroller Event teilzunehmen sondern spielte in mehreren Turnieren mit kleinem Buy-In und schwächeren Gegnern, da er in diesen Events mehr Punkte sammeln kann.

Die EPT wird auch weiterhin das Feedback ihrer Spieler bei der Planung berücksichtigen und es wird erwartet, dass in der nächsten Season noch einige kleine Anpassungen an dem Bewertungssystem vorgenommen werden. “Unser Ziel ist es die Leitungen der Spieler auf dieser Tour zu belohnen”, sagte Johnson. “Da die Tour sich ständig weiterentwickelt, werden die Awards sich zukünftig zusammen mit der Tour ebenfalls weiterentwickeln.

(C) de.pokernews.com | Elissa Harwood

 

 

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