Am Gerichtshof von Den Haag wurden zwei Veranstalter von Pokerturnieren, die keine gültige Lizenz hatten freigesprochen. Die Anklage lautete auf Veranstaltung eines unerlaubten Glücksspiels, dies wurde nun mit der Aussage „Poker sei kein Glücksspiel im Sinne des Gesetzes“ widerlegt.
In Holland durfte Poker bisher nur in den staatlichen Casinos gespielt werden. Das Gericht hat sich mit dieser für Poker bahnbrechenden Entscheidung der Theorie des bekannten Mathematik Professors Ben van der Genugten angeschlossen.
Ben van der Genugten kritisierte schon lange, dass die holländische Regierung seit 1998 Poker als Glücksspiel definiert und daher nur in den Holland Casinos gespielt werden darf. Van der Genugten's Berechnungen über Poker wurden in seiner Pensionierungsrede veröffentlicht und belegen mathematisch den hohen Anteil an Geschick beim Poker.
Die Formel lautete:
Geschick = Lerneffekt / (Lerneffekt + Chanceeffekt)
Der Lerneffekt wurde definiert als die Differenz zwischen einem optimalen Spieler und einem Anfänger. Ein Spiel, dass nur vom Glück abhängt, hat eine „Geschicklichkeitsrate" von Null. Je mehr Geschick für ein Spiel notwendig ist, desto höher die Zahl. Da viele Casinospiele kein oder wenig (Blackjack) Geschick benötigen, haben van der Genugten und Borm für Poker eine „Geschicklichkeitsrate (Skill-Rate") von 0.3 auf ihrer Skala berechnet. Damit überschreitet Poker sogar Simulationssport, der einen Wert von 0.3 hat. Die Rate von 0.4 ist ziemlich hoch, gleich hoch wie etwa Schach, was dafür gesprochen hatte, die Gesetzgebung für Poker in Holland zu überprüfen.
(C) de.pokernews.com | Lilly Wolf
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